Inhalt
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1982 |
1983 |
1984 |
1985 |
1986 |
1987 |
1988 |
1989 |
1990
DAS JAHR 1982
Schließung der Poststelle in Zilshausen
Die Eingabe des Gemeinderates blieb ohne Gehör. Mit dem Erreichen des
wohlverdienten Ruhestandes der Posthalterin Frau Hildegard Schug wird auch die Poststelle
in Zilshausen im Februar geschlossen. Die Orte Lahr und Zilshausen (mit Petershäuserhof)
werden jetzt von der Posthalterin in Korweiler, Frau Wagner, mitbetreut. Sie tätigt die
Postgeschäfte bei Austragen der Post, wie z. B. Entgegennahme von Paketen und
Einschreibebriefe und Ausgabe von Postwertzeichen.
Schadenfeuer bei Kemmer
Auszug aus der "Rhein-Zeitung" vom Dienstag, 29. Juni 1982:
"Schaden in Höhe von über 200.000 DM richtete ein Brand im landwirtschaftlichen
Anwesen Leo Kemmer in Zilshausen am späten Samstagabend an. Nach einem Blitzeinschlag
fingen Stall, Scheune, Fruchtspeicher, Garage und Maschinenschuppen Feuer und brannten
ganz herunter. Am Wohnhaus entstand Wasserschaden. Die sofort alarmierten Wehren aus
Zilshausen, Lahr, Kastellaun und Treis-Karden hatten das Feuer schnell unter Kontrolle. Bei
den Löscharbeiten wurden drei Feuerwehrmänner leicht verletzt. Das Vieh floh größtenteils
auf eine angrenzende Weide. Nach den bisherigen Informationen der Kripo Cochem
verendete ein Stier in den Flammen"
Kücheneinrichtung in der Schule
Im Juli wird im Nebenraum des Schulsaales (er diente früher zum Aufbewahren der
Schulbücher und Hefte) eine Küche eingerichtet. Der ehemalige Schulgarten, der in einem
verwilderten Zustand den Ortseingang von Zilshausen nicht eben positiv prägte, wird auf
Antrag an Herrn Leo Klein verpachtet. Als Entgeld wird ein Pachtzins von 10,- DM jährlich
erhoben. Gleichzeitig verpflichtet sich der Pächter, den Gehweg und den Schulsaal
unentgeltlich zu reinigen.
Neuer Bürgermeister
Arthur Mies stellt wegen zu großer Arbeitsbelastung in seinem landwirtschaftlichen
Betrieb im Oktober das Amt des Bürgermeisters zur Verfügung. Der Gemeinderat wählt
einstimmig Werner Kochhan zum Nachfolger.
Schadenfeuer bei Mallmann
Am 7.11.1982 brennen die Scheune und die Stallungen des Landwirtes Bruno Mallmann
bis auf die Grundmauern nieder. Als Nachbarn um neun Uhr abends das Feuer bemerken,
schlagen die Flammen schon meterhoch aus dem Scheunentor. Bis auf drei Rinder, die in den
Flammen verenden, kann das Vieh in Sicherheit gebracht werden. Dank dem schnellen
Eingreifen der örtlichen Feuerwehr und der Nachbarwehren kann das Übergreifen der
Flammen auf das Wohnhaus Mallmann sowie auf den Neubau des Nachbarn Berthold Kipper
verhindert werden.
DAS JAHR 1983
Instandsetzung der Friedhofsmauer
Die Einfriedungsmauer des Friedhofs in Petershausen wird im April durch den
Bauunternehmer Reiner Hiester auf drei Seiten instandgesetzt (L 108, Parkplatz, Kneip).
Hierbei wird wegen der Verkehrsgefährdung der Friedhofsbesucher der Haupteingang von der
Hauptstraße zur Parkplatzseite verlegt.
Verpachtung des Gemeindelandes
Die landwirtschaftlich genutzten Flächen im Gemeindeeigentum, die vor 1979
verpachtet wurden, darunter auch das "Bürgerland", werden im August meistbietend neu
verpachtet. Als Mindestpachtpreis werden von der Gemeinde 2,50 DM pro Ar festgelegt mit
Ausnahme von einigen Randparzellen, die mit 2,- DM pro Ar angesetzt werden.
Diamanten Hochzeit
Am 13.10.1983 feiern die Eheleute Philipp und Magdalene Scheurer bei guter
Gesundheit das Fest der diamantenen Hochzeit.
DAS JAHR 1984
Bußgeld für Bürgermeister
Wegen unerlaubten Betreibens einer Abfallbeseitigungsanlage wird Ortsbürgermeister
Kochhan im April eine Geldbuße von 400,- DM auferlegt. Ferner setzt das Gericht fest, dass
die "Müllkippe" bis zum 30.10.84 von den Problemabfällen gesäubert und rekultiviert wird.
Gemeinderatswahl
Bei der am 17. Juni 1984 stattfindenden Gemeinderatswahl werden alle sieben
Mandatsträger wiedergewählt. Für den auf eigenen Wunsch ausscheidenden Günter Hiester
wird Karl-Josef Pulger in den Rat berufen.
Rechtsstreit um Festplatz
Der langjährig andauernde Rechtsstreit zwischen der Gemeinde und einem Anlieger des
Festplatzes wegen Lärmbelästigung wird im Juli mit folgendem Vergleich beendet:
Auf dem Festplatz dürfen jährlich nur drei Veranstaltungen im Zelt und mit Musik
durchgeführt werden. Außerdem kann während der Kirmes ein "Rummelplatz" bleiben,
allerdings ohne Autoscooter und Musik. Für den Fall der Zuwiderhandlung hat die Gemeinde
eine Vertragsstrafe von 5000,- DM zu zahlen.
DAS JAHR 1985
Bau einer Schutzhütte
Unter tatkräftiger Mithilfe aller örtlichen Vereine: Sportverein, Thekenmannschaft, Club
"Bauch weg", Kirchenchor, Feuerwehr wird im Frühjahr "Auf der Had" eine Schutzhütte
gebaut. Das benötigte Material (Fertigbeton, Holzkonstruktion) wird von der Gemeinde
bezahlt. Die Erstellung erfolgt in Eigenleistung, wobei bei der Fundamentierung sogar ein
Keller angelegt wird. Zur Einweihung wird im Oktober ein Schutzhüttenfest gefeiert. |
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Die Zelser Schutzhütte |
DAS JAHR 1986
Ehrung für Stephan Birkenheier und Werner Kochhan
Im Rahmen einer öffentlichen Gemeindesitzung ehrt Ortsbürgermeister Kochhan den 1.
Beigeordneten der Gemeinde Zilshausen, Herrn Stephan Birkenheier, für seine 25-jährige
Angehörigkeit im Gemeinderat Zilshausen, darunter 13-jährige Bürgermeistertätigkeit. Er
würdigte die Verdienste des Herrn Birkenheier um die Allgemeinheit und die stets treue
Pflichterfüllung in seinem Ehrenamt. Als äußeren Dank und Anerkennung überreichte er
seine Urkunde und eine riesigen Präsentkorb. Anschließend würdigte auch der Bürgermeister
der Verbandsgemeinde, Herr Schnur, die Verdienste von Herrn Birkenheier und überreichte
ihm eine Urkunde des Gemeinde- und Städtebunds Rheinland-Pfalz. Auch Herr
Ortsbürgermeister Kochhan erhält eine Urkunde für seine 21-jährige Angehörigkeit im
Ortsgemeinderat.
Gemeindewappen
Der Gemeinderat beschließt im Februar die Anschaffung eines Gemeindewappens in der
Ortsgemeinde Zilshausen.
Beschreibung:
Ein silbernes Schildhaupt, darin ein durchgehendes rotes Kreuz belegt mit einer
goldenen Lilie, gespalten in Grün, vorne ein silberner Grabhügel mit Urne, hinten eine
goldene Ährengarbe.
Wappenbegründung:
Kurtrier führte das rote Kreuz im silbernen Feld; der Ort gehört seit 1830 zu Kurtrier.
Die goldene Lilie ist das Attribut der Mutter-Gottes. Sie ist die Schutz- und
Kirchenpatronin des Ortes seit dem Bau der ersten Kapelle.
Der Grabhügel mit der Urne weist auf die frühe Besiedlung des Ortes und die im Distrikt
"Linnif" liegenden vor- und frühgeschichtlichen Grabhügel. |
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Die goldene Ährengarbe erinnert an die Entstehung des Ortes als landwirtschaftlicher
Gutshof. Bereits 1346 wurden die Bürger zur Zinslieferung (in Getreide) aufgefordert. Die
Landwirtschaft hat neben den angesiedelten Betrieben auch heute noch Bedeutung für den
Ort.
25-jähriges Priesterjubiläum
Am 25. Oktober 1986 feiert unser Seelsorger, Pater Franz Behrla, sein silbernes
Priesterjubiläum.
Die Pfarrei Petershausen würdigt dieses Jubiläum am Sonntag, den 26.10. 1986 um 10.30
Uhr in einem Festgottesdienst in der Pfarrkirche.
Die Gratulation namens der Pfarrgemeinde erfolgte durch den Vorsitzenden des
Von der 25-jährigen Priestertätigkeit, davon zehn Jahre in der Mission in Papua-
Neuguinea, kann Pater Behrla schon auf ein über 9-jähriges seelsorgerisches Wirken in
unserer Pfarrgemeinde zurückblicken. |
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DAS JAHR 1987
Baubeginn Vereinsheim
Der Sportverein beginnt im Juli mit dem Bau eines Vereinsheimes am Sportplatz. Die
Gesamtbaukosten für Dusch-, Toiletten-, Umkleide- und Aufenthaltsräume werden auf
142.000,- DM veranschlagt.
Die Toilettenanlage soll in Anbindung an den Festplatz allen Vereinen und Gruppen der
Gemeinde Zilshausen zur Verfügung stehen.
Neben der finanziellen Hilfe durch die Gemeinde Zilshausen in Höhe von 50.000,- DM wird
das Vorhaben durch Zuschüsse der Verbandsgemeinde Treis-Karden mit 15.000,- DM und des
Kreises Cochem-Zell mit 25.000,- DM unterstützt. Den Restbetrag von 52.000,- DM soll der
Sportverein in Form von Eigenkapital und vor allem Eigenleistungen erbringen.
Waldwegebau
Mit einem Volumen von rund 100.000,- DM werden Waldwege mit einer Schotterdecke
ausgebaut.
Das Land Rheinland-Pfalz bezuschußt die Maßnahme mit 70 % der Kosten. Ausgebaut werden
die Wege: "Ackerweg", "Mühlenweg", "Lützerbergweg", Rundweg im "Lunhof".
Veränderung im Gemeinderat
Das Ratsmitglied Alex Kipper ist zum 1.8.1987 aus dem Gemeinderat ausgeschieden, da er
nach Bingen umgezogen ist. In der Gemeinderatssitzung am 16.9.1987 wurde er nach
13-jähriger Zugehörigkeit mit Dank für die geleistete Arbeit für das Gemeindewohl mit
einem Weinpräsent verabschiedet.
Als neues Ratsmitglied wurde Robert Etges verpflichtet.
Volkszählung 1987
Bemerkenswerte Ergebnisse brachte die Auswertung der in diesem Jahr durchgeführten
Volkszählung auch für unsere Gemeinde:
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In 126 Haushalten leben 383 Einwohner. |
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Durchschnittlich leben 3 Personen in einem Haushalt. |
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Wie auch im Bundesdurchschnitt nehmen die 1-Personen-Haushalte deutlich zu
(1970 waren es 11 - 1987 sind es 20), während die 4 und mehr Personen-Haushalte abnahmen (1970 waren es 58 - 1987 sind es 54 Haushalte). |
DAS JAHR 1988
Einweihung des Vereinsheimes
Bereits nach nur einjähriger Bauzeit konnte im August das Vereinsheim am Sport- und
Festplatz eingeweiht werden.
Das neue Vereinsheim im Rohbau |
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Dank der Mithilfe von ca. 60 Vereins- mitgliedern in über 2000 Arbeitsstunden konnte der
Bau mit den bereitgestellten Mitteln fertiggestellt werden.
In Anwesenheit des Landesrates Schwan, des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde
Treis-Karden Schnur, des Ortsbürgermeisters Kochhan, des Vorsitzenden des Fußballkreises
Hunsrück-Mosel Desch. |
Unter großer Teilnahme der Bevölkerung nahm Pater Behrla die
Einsegnung vor - und so konnte der 1. Vorsitzende des SV Zilshausen Berthold Wetzlar das
Gebäude seiner Bestimmung übergeben.
Mit einem großen Fest- programm vom 19. - 22. August wurde die Einweihung des
Vereinsheimes gebührend gefeiert. |
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Das neue Vereinsheim in vollem Glanz |
DAS JAHR 1989
Verkauf der Viehwaage
Am 13.4.1989 hatte der Gemeinderat beschlossen, die Viehwaage am Backes
abzumelden und zu verkaufen.
Begründung:
"Das Vieh, welches früher lebend verkauft wurde, wird jetzt bei den
Schlächtereien nach dem Schlachtgewicht abgerechnet, so dass es beim Verkauf nicht mehr
lebend gewogen zu werden braucht." Der Verkaufserlös betrug 450,- DM.
40 Jahre Kirchenchor "Cäcilia"
Mit einem Chorfest vom 2. - 4. Juni begeht der Kirchenchor sein 40-jähriges Jubiläum.
Das Fest beginnt freitags mit einem Disco-Abend für das meist jugendliche Publikum. Am
Samstagabend findet dann nach der Begrüßung durch die Vorsitzende, Frau Carola Michels,
ein Freundschaftssingen mit zehn Gastchören statt.
Nach dem Festgottesdienst im Festzelt am Sonntagmorgen nimmt Pater Behrla im
Auftrag von Bischof Hermann-Josef Spital aus Trier die Ehrung langjähriger Mitglieder vor.
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Der Kirchenchor |
| Geehrt werden: | | |
| Mies, Max | für | 60 Jahre Mitgliedschaft |
| Schug, Hildegard | für | 50 Jahre Mitgliedschaft |
| Michels, Carola | für | 50 Jahre Mitgliedschaft |
| Morsch, Rosa | für | 40 Jahre Mitgliedschaft |
| Kiesgen, Maria | für | 40 Jahre Mitgliedschaft |
| Wendling, Reinhold | für | 40 Jahre Mitgliedschaft |
| Etges, Albert | für | 30 Jahre Mitgliedschaft |
| Mies, Arthur | für | 30 Jahre Mitgliedschaft |
| Kochhan, Werner | für | 30 Jahre Mitgliedschaft |
| Etges, Robert | für | 20 Jahre Mitgliedschaft |
| Weber, Hermann | für | 20 Jahre Mitgliedschaft |
| Wendling, Anni | für | 20 Jahre Mitgliedschaft |
| Etges, Roswitha | für | 10 Jahre Mitgliedschaft |
| Morsch, Elvira | für | 10 Jahre Mitgliedschaft |
Etwas Sorgen macht dem Vorsitzenden sowie dem Chorleiter Robert Etges, der fehlende
Nachwuchs. Unter den zur Zeit 27 aktiven Sängerinnen und Sängern sind nur wenige junge
Menschen. Um das kulturell wichtige Liedgut der Kirche über die Zeit zu retten, werden
dringend weitere aktive Mitglieder gesucht. Das diesjährige Chorfest trägt sicher dazu bei,
den Chorgesang auch zukünftig aufrecht zu erhalten, denn der Kirchenchor ist auch bei
Freundschaftssingen, Goldenen Hochzeiten und anderen Jubiläen vertreten. Nach dem
Mittagessen und einem geselligen Nachmittag mit Liedvorträgen, einer Aufführung des
Kindergartens spielen "Clem & Tom" zum Tanz auf. Montags klingt das Chorfest bei Kaffee
und Kuchen aus.
Gemeinderatswahl
Stephan Birkenheier, der seit 29 Jahren im Gemeinderat, davon langjähriger
Ortsbürgermeister und 1. Beigeordneter, teilte den Bürgern in einem Schreiben vor der Wahl
mit, dass er nicht mehr wiedergewählt werden möchte. Die bisherigen sechs weiteren
Ratsmitglieder wurden im Juni wiedergewählt. Das Ratsmitglied Pulger (61 Stimmen) nahm
sein Mandat jedoch nicht an, so dass Karl-Josef Liesenfeld nachrückte.
Die neu gewählten Ratsmitglieder sind:
| Kochhan, Werner | 141 Stimmen |
| Mies, Arthur | 122 Stimmen |
| Hiester, Reiner | 96 Stimmen |
| Etges, Robert | 89 Stimmen |
| Birkenheier, Werner | 86 Stimmen |
| Wendling, Reinhold | 59 Stimmen |
| Liesenfeld, Karl-Josef | 56 Stimmen |
Wahl des Ortsbürgermeisters
Der bisherige Ortsbürgermeister Werner Kochhan wurde mit sechs Ja-Stimmen in
seinem Amt bestätigt.
Übersicht über die Ortsbürgermeister seit dem
2. Weltkrieg
| Kriegsende bis Herbst 1946 | Schweitzer, Peter |
| Herbst 1946 bis Herbst 1947 | Kipper, Otto |
| Herbst 1947 bis Sommer 1948 | Morsch, Hubert |
| 04.12.1948 bis 28.11.1960 | Scheuer, Bernhard |
| 29.11.1960 bis 11.11.1964 | Kävenheim, Peter |
| 12.11.1964 bis 24.01.1967 | Scheurer, Josef |
| 25.01.1967 bis 14.08.1979 | Birkenheier, Stephan |
| 15.08.1979 bis 14.10.1982 | Mies, Arthur |
| 15.10.1982 bis 31.12.1998 | Kochhan, Werner |
| seit 01.01.1999 | Etges, Robert |
Die drei langjährigen Bürgermeister
Scheuer, Bernhard
(12 Jahre) |
Birkenheier, Stephan
(12 Jahre) |
Kochhan, Werner
(16 Jahre) |
Renovierung Gemeinde- und Backhaus
In neuem Glanz erstrahlt jetzt unser ehemaliges Backhaus. Neben dem neuen Anstrich
wurden die Türen und Fenster erneuert. Über dem Eingang zum ehemaligen Backhaus wurde
das Wappen von Zilshausen in einer Größe von 5 m Länge und 1 m Breite gut sichtbar aufgemalt. Das ehemalige
Backhaus wird auch heute noch rege genutzt. Neben dem noch vorhandenen Kühlraum ist dort
auch die Feuerwehr untergebracht. Im ersten Stock befindet sich seit 1980 ein Jugendraum.
Für die nächsten Jahre ist geplant, den Platz am Eingang zur ehemaligen Viehwaage neu zu
gestalten, um das Ortsbild weiter zu verschönern |
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Das renovierte Backhaus |
DAS JAHR 1990
Sturmkatastrophe im Wald
Nachdem schon im Dezember 1989 sowie Anfang des Jahres 1990 erheblicher
Windwurf zu beklagen war und soviel Holz aufgearbeitet werden musste, wie laut
Fällungsplan für das ganze Jahr 1990 vorgesehen, war der stärkste Sturm in der Nacht vom
28. Februar zum 1. März. Allein in dieser Nacht soll sich der Windwurf insgesamt nochmals
verdoppelt haben.
Die Forstverwaltungen sprechen von der größten Katastrophe seit mehr als 200 Jahren.
In der ganzen Bundesrepublik sind ca. 50.000.000 Festmeter dem Orkan zum Opfer gefallen.
In unserer Gemeinde sind es über 5.200 Festmeter (Rheinland-Pfalz 5 - 6 Millionen). Die
Bundeswehr sowie viele ausländische Waldarbeiter (insbesondere aus Österreich, Polen sowie
den skandinavischen Ländern) werden in den Revieren eingesetzt.
Unser Revierförster Wirz hat zeitweise bis zu 30 Arbeitskräfte im Einsatz, um das Holz
möglichst schnell aufzuarbeiten, damit es nach Möglichkeit schnell verkauft werden kann
oder zumindest lagerfähig bleibt.
Da das angefallene Holz nicht alles verkaufbar war, wurden in den Bachtälern
Nasslagerplätze eingerichtet, auf denen das Holz ständig mit Wasser berieselt wird, um den
rasch eintretenden
Preisverfall etwas zu mildern. So ist das Holz einige Jahre haltbar und vor Schädlingen
geschützt. kommt ab dem 14. Februar eine noch größere Sturmkatastrophe über unsere
Wälder.
Altbürgermeister Scheuer verstorben
Nach kurzer schwerer Krankheit verstarb Bernhard Scheuer. Er war nach dem Krieg
lange Zeit Ortsbürgermeister von Zilshausen und erwarb sich durch seinen Einsatz für die
Gemeinde sehr große Verdienste. |
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Bornhofen-Wallfahrt
Alte Tradition lebt wieder auf:
Am 2. Juli findet alljährlich unsere Wallfahrt nach Bornhofen statt. Erstmals nach 16-
jähriger Unterbrechung haben 15 Personen die Wallfahrt zu Fuß bis nach Bornhofen gewagt.
Morgens um 3.30 Uhr geht der Abmarsch an der Kapelle los. Mit Kreuz, Fahne und
ständigem Gebet und Gesang will die Fußgruppe an der um 10 Uhr in der Wallfahrtskirche
für unsere Gemeinde stattfindenden Messe teilnehmen. Diese Wallfahrt soll der Überlieferung
nach eine von der Gemeinde versprochene Wallfahrt sein, als eine große Viehseuche unser
Dorf heimsuchte.
Ursprünglich wurde die Fußwanderung an zwei Tagen auf Hin- und Rückweg
durchgeführt. Bis in den 30er Jahren ging man bis nach Bad Salzig und setzte dort mit dem
Schiff nach Bornhofen über. Auch nach dem 2. Weltkrieg wurde in Bornhofen übernachtet.
Man pilgerte
nur noch bis Leiningen, fuhr mit der Bahn nach Boppard, setzte dort mit der Fähre über
den Rhein und ging das letzte Stück bis zum Wallfahrtsort wieder zu Fuß. Zu dieser Zeit
wurde auch noch die gesamte Marschverpflegung für zwei Tage mitgenommen, so dass die
Wallfahrt ein schweres Opfer darstellte. Es war Sitte, dass aus jedem Haus wenigstens ein
Einwohner mitging.
Da der Verkehr auf den Straßen immer stärker wurde, hatte man 1983 abgestimmt und
mehrheitlich entschieden, die Wallfahrt auf einen Tag zu verkürzen und mit Bussen bis nach
Bornhofen zu fahren. Die Abfahrt war um 8 Uhr am Backes, nachdem vorher in der Kapelle
ein kleines Gebet gesprochen wurde. Vom Busparkplatz in Bornhofen aus zog man dann in
einer Prozession betend und singend in die Wallfahrtskirche ein. Nach der Pilgermesse,
Mittagessen und Andacht ging es gegen 17 Uhr wieder nach Hause.
Die in diesem Jahr wieder aufgenommene Fußwanderung führt über die
Schmausemühle, Gondershausen, Ehrbachtal, Buchholz nach Boppard. Dort wird mit der
Fähre der Rhein überquert. Der Bus mit der übrigen Pilgerschar wartet auf der anderen
Rheinseite, um die Fußpilger die letzten Kilometer noch mitzunehmen, damit alle rechtzeitig
zur Pilgermesse um 10 Uhr in Bornhofen sind. Zurück fahren dann alle mit dem Bus.
Schachtalent Jens Kipper
Mit großem Erfolg spielt der erst 14-jährige Jens Kipper aus Zilshausen bei der
Schachgemeinschaft Lahr/Mörsdorf bereits in der Seniorenmannschaft mit. Krönung seiner
bisherigen Erfolge ist die Erringung der Rheinlandmeisterschaft der D-Jugendlichen im
Februar des Jahres. Im Mai wird er darüber hinaus Landessieger der Schachjugend, und im
Sommer nimmt er mit Erfolg an den Deutschen Meisterschaften teil.
Veränderung im Gemeinderat
Herr Reinhold Wendling hat sein Mandat zum 1.5.1990 niedergelegt. Am 25.5.90 wird
als Nachfolger Herr Berthold Kipper als neues Ratsmitglied verpflichtet. Am 17.8.90 wird
Reinhold Wendling in einer öffentlichen Gemeinderatssitzung durch Ortsbürgermeister
Kochhan verabschiedet. Dieser dankt Wendling für seine 11-jährige Mitarbeit im Gemeinderat
mit einem Weinpräsent und dem Wappenteller der Ortsgemeinde.
Tag der "Deutschen Einheit"
Nach der Wiedervereinigung mit der ehemaligen DDR wird der 3. Oktober als Ersatz für
den 17. Juni zum "Tag der Deutschen Einheit" durch die Bundesregierung ernannt. An diesem
Tag wird in Zilshausen am Sportplatz ein Dorffest für die Gemeinde Lahr und Zilshausen
veranstaltet. Neben Fußballspielen, Geschicklichkeitsspielen für Kinder, wird im Vereinsheim
bei Eintopf, Wurst und Bier der neue Nationalfeiertag begangen.
Straße "Höhenweg" fertiggestellt
Nach erheblicher Bauverzögerung kann der Ausbau und die Erschließung des
Höhenweges im Oktober fertiggestellt werden. Der Gemeinderat hatte im Herbst 1988 der
niedrigstfordernden Firma Josef Schmitt, Ulmen, den Zuschlag für den Straßenausbau mit
einseitigem Bürgersteig erteilt. Im Frühjahr 1989 wurde mit den Erdarbeiten begonnen.
Leider gab es im oberen Bereich große Schwierigkeiten, wo als letzte Konsequenz ein
Enteignungsverfahren durchgeführt werden musste. Es ging in diesem Verfahren um ganze 81
qm für die erforderliche Verbreiterung der Straße, welche Anlieger nicht freiwillig an die
Gemeinde verkaufen wollten. Es gab deshalb eine Bauverzögerung von rund einem Jahr.
Darüber hinaus fielen Mehrkosten für besondere Baumaßnahmen an den betroffenen
Grundstücken sowie durch eine allgemeine Erhöhung der Baupreise von ca. 40.000,- DM an,
welche von der Gemeinde übernommen wurden.
Bundestagswahl
Am 2. Dezember wird der erste gesamtdeutsche Bundestag gewählt. Das Wahlergebnis
in Zilshausen ist wie folgt:
| Wahlberechtigte: | 283 | abgegebene Stimmen: 244 |
| CDU | 175 Stimmen | |
| SPD | 24 Stimmen | |
| FDP | 17 Stimmen | |
| Grüne | 6 Stimmen | |
| CM | 3 Stimmen | |
| Die Grauen | 6 Stimmen | |
| Republikaner | 3 Stimmen | |
| NPD | 1 Stimmen | |
| ÖDP | 2 Stimmen | |
| PDS | 0 Stimmen | |
| Ungültig | 7 Stimmen | |
Adventsbasar
Am 2. Dezember 1990 hat die Frauengemeinschaft Zilshausen zu einem Basar ins
Vereinsheim eingeladen. Verkauft werden selbstgefertigte Adventsgestecke, gehäkelte
Tischdecken und Deckchen, gedrechselte Kerzenständer und vielerlei Bastelarbeiten. Die
Sachen werden von den Frauen kostenlos für einen guten Zweck zur Verfügung gestellt.
Während des Verkaufs gibt es Kaffee und Kuchen. Der Erlös von rund 3.000,- DM wird je
zur Hälfte der "Russlandhilfe" und der Kirchengemeinde zur Verfügung gestellt.
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