Inhalt
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1991 |
1992 |
1993 |
1994 |
1995 |
1996 |
1997 |
1998 |
1999 |
2000
DAS JAHR 1991
Gemeindehaushalt
Mit Beschluss der Haushaltssatzung für das Jahr 1991 durch den Gemeinderat
überschreitet der Haushaltsplan erstmals die Millionengrenze. Im Verwaltungshaushalt
werden die Einnahmen und Ausgaben auf je DM 675.000,-- und im Vermögenshaushalt auf je
DM 385.900,-- festgesetzt. Für den Gesamthaushalt in Höhe von DM 1.060.900,-- brauchen
aufgrund der vorhandenen Rücklagen keine Kredit aufgenommen zu werden.
Vereinsjubiläum SV. Zilshausen e.V. (Juni 1991)
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Zu seinem 70-jährigen Vereinsjubiläum machte sich die Seniorenmannschaft des
Sportvereins selbst das schönste Geschenk.
Mit dem Staffelsieg in der Kreisliga D, Mosel, legte die Mannschaft eine tolle Serie der
22 Meisterschaftsspiele hin:
- 16 Siege,
- 4 Unentschieden
- 2 Niederlagen
brachten ein Punktverhältnis von 36 : 8 Punkten und 64 : 20 Toren. Sie hatte damit sieben
Punkte Vorsprung vor dem Zweitplazierten, der Spvgg. Lieg/Lütz.
Das Vereinsjubiläum wurde anlässlich des Sportfestes vom 14.-17. Juni 1991 gebührend
gefeiert. Neben Fußball-Werbespielen, Musik und Tanz an
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allen 4 Festtagen war der
Höhepunkt des Festes der Montagabend als 9 Mannschaften beim Damen-Tauziehen
gegeneinander antraten. Das Festzelt war mit über 400 Besuchern bis auf den letzten Platz
gefüllt. Die letzten Gäste verließen am Dienstagmorgen gegen 05.00 Uhr das Festzelt.
Wirtschaftswegebau (Oktober 1991)
Mit einem Investitionsvolumen von Über DM 100.000,-- können Wirtschaftswege weiter
ausgebaut werden. Dabei wird der alte Weg nach Petershausen (am Bildstöckchen) und in der
Evertsbach (Verlängerung der alten Kastellauner Straße) mit einer Schotterdecke befestigt
und der Verbindungsweg nach Sabershausen, welcher in einer Länge von 200 m noch nicht
geteert war, mit einer Schwarzdecke versehen.
DAS JAHR 1992
Erdbeben am 13. April
Die Erde bebte gegen 03.20 Uhr. Der Spuk war nach 15 Sekunden vorbei. Wenn auch
die meisten Zilshausener nur ein Wackeln spürten, der Schock nach dem schwersten
Erdbeben seit 250 Jahren saß tief. Für viele Einwohner, die im Schlaf überrascht wurden,
dauerten die Sekunden eine Ewigkeit.
Zum Glück richtete das Beben, dessen Epizentrum im niederländischen Roermond lag,
keine größeren Schäden an.
Unwetter am 20. August
Ein schweres Unwetter ging am Spätnachmittag des 20.August über Zilshausen nieder.
vogeleigroße Hagelkörner richteten insbesondere an Häuserfassaden, Häuserdächern und an
den Rolläden an.
Innerhalb von wenigen Minuten war die Erde mehrere Zentimeter dick mit Eis bedeckt.
In der Folge fielen in einer Stunde 25 Liter Regen pro Quadratmeter. Noch am nächsten
Morgen wurden an schattigen Plätzen dicke Eisklumpen entdeckt.
Zum Glück waren die Getreidefelder abgeerntet, so dass hier kein großer Schaden mehr
entstehen konnte.
Innenrenovierung der Pfarrkirche
Mit einem Kostenaufwand von DM 261.000,-- wurde unsere Pfarrkirche innen renoviert
und neu ausgemalt. Das Bistum Trier beteiligte sich mit einem Zuschuss von DM 100.000,-
Am 10. März wurde die Aufträge für die einzelnen Gewerke vergeben. Zügig wurde dann
am 14. März die Kirche ausgeräumt. Die Arbeiten dauerten bis zum Oktober, und an
Allerheiligen konnte wieder der erste Gottesdienst gehalten werden. Die Kirche wurde sehr
farbenfroh nach Vorlagen, wie die Kirche um die Jahrhundertwende ausgesehen hatte,
ausgemalt.
Pfarrfest vom 4. - 7. September
Die Pfarrgemeinde Petershausen richtet auf dem Festplatz ein Pfarrfest aus, dessen Erlös
beistimmt ist für die Innenrenovierung der Pfarrkirche. Die Arbeitsdienste wurden von den
Vereinen aus Zilshausen und Lahr übernommen, d.h. von Sportverein, Feuerwehr,
Frauengemeinschaft, Kirchenchor und Verein der Dorfgemeinschaft.
Der Aufwand hat sich gelohnt: Der Erlös von DM 7.096,-- hilft mit, die Schulden für die
Ausmalung unserer Pfarrkirche zu tilgen.
Max Mies verstorben
Im gesegneten Alter von 94 Jahren verstarb am 24. Oktober Herr Max Mies. Über 60
Jahre! war er aktives Mitglied des Kirchenchores "Cäcilia"; 20 Jahre Mitglied des
Kirchenvorstandes und über 20 Jahre versah er den Küsterdienst in unserer Pfarrkirche. |
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Max Mies |
Steuereinnahmen und Gemeindefinanzen in Ordnung
Die Gewerbesteuereinnahmen für 1992 betrugen DM 79.312,36.
Unsere Gemeinde verfügt über die höchste Rücklage im Bereich der
Verbandsgemeindeverwaltung Treis-Karden. Zum 31.12.1992 betrugen die
Gemeindereserven DM 636.739,37.
Damit ist Zilshausen eine von wenigen Gemeinde, welche keine Schulden hat.
DAS JAHR 1993
Aus der alten Dorfchronik wurde ein Buch gemacht
Die teils noch in Sütterlin-Schrift geschriebene Dorfchronik wurde endlich in Buchform
allen Bürgern zugänglich gemacht.
Dank der "Übersetzung" und Abschrift der hand- geschriebenen Chronik in den Computer
durch Dr. Manfred Böhmer konnte am 16. Januar 1993 anlässlich des alljährlichen
"Gemütlichen Abends" der Jagdgenossenschaft die "Chronik von Zilshausen von 1894 bis
1990" in Buchform vorgestellt und jedermann zum Kauf für einen Preis von DM 12 pro
Exemplar (Selbstkostenpreis) angeboten werden.
Die gedruckten 150 Exemplare fanden reißenden Absatz. Nachdem bereits am Abend der
Vorstellung des Buches annähernd 100 Exemplare verkauft wurden, waren Ende Februar
bereits alle Bücher vergriffen, so dass noch einmal 25 nachgedruckt wurden. Insbesondere
auch die ehemaligen Bürger, die Zilshausen verlassen haben, zeigten reges Interesse an den
Aufzeichnungen. |
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Auch die Presse interessierte sich plötzlich für Zilshausen. In der "Rhein-Zeitung", im
"Wochenspiegel" und im "Mitteilungsblatt der Verbandsgemeinde" gab es Berichte. Bis in die
Landeshauptstadt war das Ereignis vorgedrungen. Einige Wochen nach der Veröffentlichung
kam eine Anforderung für eine Chronik von Zilshausen von der Landesbibliothek Mainz.
Kanalisierung
Am 04. Oktober 93 wurde in Lahr der 1. Spatenstich für den Bau einer neuen
Gemeinschaftskläranlage für die Orte Lahr, Lieg und Zilshausen durch
Verbandsbürgermeister Schnur vorgenommen.
Da die bestehende Kläranlage in Zilshausen seit Jahren eine ordnungsgemäße Klärung
der Abwässer nicht mehr gewährleistet, wird - nach Fertigstellung der neuen Anlage in Lahr -
unsere alte Anlage nur noch als Sammelbecken und Pumpstation der Abwässer verwendet,
welche über neue Leitungen zum Petershäuserhof und dann weiter nach Lahr geleitet werden.
Das bereits bestehende Kanalnetz in Zilshausen kann unverändert weiter genutzt werden.
Bevor mit dem eigentlichen Bau der neuen biologischen Kläranlage in Lahr begonnen
wird, erfolgt die innerörtliche Kanalisation in den Nachbargemeinden Lahr und Lieg. Die
Kosten der Gesamtmaßnahme werden auf rund 10 Millionen DM geschätzt.
Revierförster Wirtz verabschiedet
Am Samstag, 1.12.1993 um 18.00 Uhr wurde der für unsere Gemeinde zuständige
Forstrevierbeamte, Karl-Heinz Wirtz aus Mörsdorf in einer Feierstunde im Gasthaus Brodam
nach 31jäh-riger erfolgreicher Tätigkeit für den Gemeindewald in den wohlverdienten
Ruhestand verabschiedet.
Zu dieser Feier hatte Ortsbürgermeister Kochhan die Herren sowie die Ehepartner
eingeladen.
Am frühen Nachmittag hatte bereits der alljährliche Waldbegang stattgefunden, an dem
auch Oberforstrat Delvaux von Forstamt Treis-Brodenbach teilnahm.
Ortsbürgermeister Kochhan würdigt in seiner Laudatio die Verdienste von Wirtz um den
heimischen Wald und bezeichnete ihn als einen überaus fleißigen und verantwortungsbewussten Beamten, welcher
immer auch die Interessen der Gemeinde und ein gutes finanzielles Waldergebnis
berücksichtigte. Kochhan führte aus, dass man zwar nicht immer einer Meinung war, es aber
immer möglich war, einen tragbaren Kompromiss zu finden. Als Erinnerung überreichte der
Ortsbürgermeister Herrn Forstamtsmann Wirtz das Gemeindewappen in Zinn, aufgebracht auf
eine Holztafel.
Wirtz ging in seiner Dankesrede noch einmal auf einige wichtige Stationen seiner über
30-jährigen Tätigkeit im Forstrevier Mörsdorf, zu dem die Gemeinde Mörsdorf und
Zilshausen gehören, ein.
So wurden von 1963 bis 1993 in Zilshausen 32.464 Festmeter Holz eingeschlagen, 52
Hektar Neukulturen (davon 20,22 ha Laubbäume und 31,79 ha Nadelbäume) gepflanzt, 73,39
Hektar Jungbestandspflege durchgeführt und 15.299 lfd. Meter Waldwege gebaut bzw.
ausgebaut.
Auch das Finanzergebnis fiel mit einem Überschuss von DM 321.594, positiv aus, was
aufgrund der schwierigen Kosten- und Ertragslage im Wald bemerkenswert ist.
Als das markanteste und zugleich schrecklichste Ereignis bezeichnete Wirtz die
Sturmkatastrophe von 1990. Der bis jetzt festgestellte Schaden ist noch weit höher als
befürchtet. So fielen dem Sturm in Zilshausen 7.731 Festmeter Holz zum Opfer.
Zufrieden zeigte sich Wirtz, dass innerhalb von 3 Jahren alle geschädigten Flächen von
insgesamt 14,76 Hektar aufgeforstet werden konnten. Dabei wurden verstärkt Laubgehölze,
z.B. Bergahorn, Traubeneiche, Buchen und einige kleinere Horste mit Wildkirschen
gepflanzt.
Als einen Wunsch an die Gemeindevertretung nannte Wirtz, dass man zusammen mit
seinem Nachfolger ein besonderes Augenmerk auf die Jungbestandspflege werfen sollte.
Ortsbürgermeister Kochhan wünschte Herrn Wirtz und seiner Gattin noch einen schönen
Lebensabend und viel Erfolg bei seinem Hobby, der Jagd, dem Wirtz jetzt verstärkt
nachgehen will.
Wetter verkehrt!
Während es im Winter 1992/93 wenig Schnee gab, war das Wetter im Februar bereits
sommerlich. Im März und April war es extrem trocken bei für die Jahreszeit angenehmen
Temperaturen. Am 1. Mai gab es abends ein kräftiges Gewitter mit 8 1 mm Niederschlag.
Extrem nass war es im weiteren Verlauf des Monats Mai. Insgesamt bekamen wir im Mai 80
mm Regen pro Quadratmeter. Der Juni war wieder trocken und am 19. Juli, kurz vor der
Ernte, gab es wiederum ein starkes Gewitter mit 25 mm Niederschlag.
DAS JAHR 1994
Kommunalwahlen am 12. 6. 1994
Wahlen zum Kreistag, Verbandsgemeinderat und Gemeinderat standen an. Die Wähler
durften bei der Kreistags- und Verbandsgemeindewahl kumulieren und panaschieren, d. h.
einem Bewerber bis zu 3 Stimmen geben bzw. bis zu 3 Stimmen auf verschiedene Bewerber
verteilen.
Die Ergebnisse in Zilshausen waren wie folgt:
| | Kreistag | | VG-Rat |
| Wahlberechtigte | 305 | | 305 |
| gültige Stimmen | 224 | | 232 |
| SPD | 18,6 | | 24,7 |
| CDU | 71,9 | | 72,5 |
| FDP | 3,2 | | 2,9 |
| Grüne | 6,3 | |
Aus unserer Gemeinde wurde Frau Gerti Kiesgen (CDU) in den VG-Rat gewählt.
Bei der Wahl zum Gemeinderat bestand erstmals die Möglichkeit, dass ein
Bürgermeisterkanndidat sich bewirbt und direkt gewählt werden konnte. Da sich aber in
Zilshausen kein Kanndidat bewarb, wurde wie gewohnt nach dem Mehrheitswahlrecht
gewählt.
Es gab folgendes Ergebnis:
| Hiester Reiner | 125 | Stimmen |
| Birkenheier Werner | 117 | |
| Mies Artur | 114 | |
| Kochhan Werner | 113 | |
| Etges Robert | 107 | |
| Liesenfeld Karl-Josef | 70 | |
| Kiesgen Peter | 58 | |
| Etzkorn Elfriede | 43 | |
Nach dem neuen Kommunalwahlrecht gehören dem Gemeinderat Zilshausen neben dem
Ortsbürgermeister weiter 8 Mitglieder an.
Nachdem Werner Kochhan abermals Ortsbürgermeister wiedergewählt wurde, rückte
Auerbach Josef in den Gemeinderat nach.
Mit Elfi Etzkorn gehört zum ersten Mal eine Frau dem Gemeinderat an.
Zilshausen im Fernsehen
Am 22. Juni kam im 3. Programm des Südwestfunk ein Bericht aus Zilshausen im
Rahmen einer Sendung, in welcher nach dem Zufallsprinzip Gemeinde aus Rheinland-Pfalz
vorgestellt werden. Allerdings enttäuschte der Bericht die Einheimischen. Außer Dr. Böhmer,
welcher die Zilshausener Chronik vorstellte, kam kein einziger Zilshausener zu Wort. Auch
gab es keine Ortsansicht im Bild. Statt dessen wurden Fußball-Funktionäre von der Mosel
interviewt, welche zufällig im Gasthaus Ketter eine Sitzung abhielten.
Jahrhundertsommer
Eine extreme Hitze herrschte vom 20.6. bis 20.08. mit ununterbrochenem Sonnenschein.
Es fiel kein Tropfen Regen in diesem Zeitraum. Das Getreide wurde notreif und die
Getreidefelder waren schon an der Zilshausener Kirmes am 25.07. alle abgeerntet.
Tauziehen: Die Attraktion beim Sportfest
Das Damentauziehen, welches traditionell am Sportfestmontag seit vielen Jahren in
Zilshausen ausgerichtet wird, war wieder eine Gaudi. Unter den Augen von
zahlreichen Zuschauern kämpften zwölf Teams zu sechs (meist "gewichtige") Damen um den
Wanderpokal Vorderhunsrück.
Die stärksten Damen kamen in diesem Jahr wiederum aus Korweiler (sie waren
zusammen 317 Jahre alt!). Sie gewannen schon zum dritten Mal in Reihenfolge und durften
den Wanderpokal endgültig mit nach Hause nehmen.
Dezember 1994 : Mechanische Orgel wieder in Betrieb genommen
Vor rund 10 Jahren sollte die mechanische Pfeifenorgel in unserer Pfarrkirche in
Petershausen restauriert werden. "Sachverständige" des Bistums Trier kamen zu der
Erkenntnis, dass sich dies nicht mehr lohne und die Kosten einer Reparatur in keinem
Verhältnis zum Wert der Orgel ständen. Der Verwaltungsrat beschloss deshalb, eine
elektronische Wersi-Orgel zu kaufen. Diese erfüllte, wenn überhaupt, nur in den ersten Jahren
die Anforderungen an eine gute Kirchenmusik.
Eine neuerliche Begutachtung durch einen Orgelbauer in 1993 ergab, dass sich eine
Restaurierung sehr wohl lohne.
Vor der Innenrenovierung der Pfarrkirche in 1992 wurde die Orgel dann komplett
abgebaut, die Pfeifen wurden auf dem Dachboden des Pfarrhauses zwischengelagert. Da
seitens des Bistums letztmalig für 1994 Zuschüsse in Aussicht gestellt wurden, wurde ein
Kostenvoranschlag hereingenommen. Die Gesamtrestaurierung wurde auf DM 60.000
veranschlagt. Das Bistum Trier bewilligt einen Zuschuss von DM 20.000,--.
Es wurde ein komplett neuer Spieltisch angeschafft und die vorhandenen Pfeifen wieder
aufgebaut. Der Anteil von DM 40.000,-- der Kosten, welcher auf die Pfarrgemeinde entfiel,
konnte in nur 15 Monaten durch Spenden und Kollekten aufgebracht werden. Eine tolle
Leistung bei nur ca. 400 Gläubigen!
Älteste Einwohnerin von Zilshausen feiert Geburtstag
Am 29.12.1994 hat Frau Maria Scheuer das 95. Lebensjahr vollendet. Die
Glückwünsche für die älteste Einwohnerin von Zilshausen überbrachten Bürgermeister
Kochhan für die Gemeinde und für die Verbandsgemeinde Treis-Karden deren 1.
Beigeordneter, Herr Weckbecker Auch der Landrat, Dr. Balthasar übermittelte seine
Glückwünsche in Briefform.
DAS JAHR 1995
Januarwetter
Tagelange wolkenbruchartige Regenfälle führten zu einer Verunreinigung des
Trinkwassers. Die großen Wassermassen führten dazu, dass der natürliche Bodenfilter in den
Wasserschutzgebieten nicht mehr wirkte. Die gelbe Brühe durfte nur noch als Brauchwasser
genutzt werden. Die Schutzpolizei fuhr mit dem Streifenwagen und Lautsprecher durch das
Dorf und untersagte der Bevölkerung die Trinkwasserentnahme, da eine
Gesundheitsgefährdung bestand.
Für zwei Wochen wurde die Wasserversorgung durch das Technische Hilfswerk
sichergestellt. Zweimal täglich in den Morgen- und Abendstunden konnte man sich an der
Entnahmestelle am Backes mit Trinkwasser versorgen, welches im Tankwagen aus
Treis-Karden herangefahren wurde.
Nach 14 Tagen stand das Ergebnis der Untersuchungen fest: Es befanden sich keine
gesundheitsgefährdeten Bakterien im Wasser. Die Wasserentnahme aus der Leitung war
wieder bedenkenlos möglich.
Die Feuerwehrtag der Verbandsgemeinde fanden vom 20.-22. Mai 1995 in Zilshausen
statt.
Die Brandbekämpfer der Verbandsgemeinde demonstrierten ihren hohen
Leistungsstand.. Samstags zeigten die Jugendfeuerwehren ihr großes Können. Auch der
Nachwuchs der neugegründeten Jugendfeuerwehr Vorderhunsrück mit Kindern aus Lahr,
Lieg und Zilshausen nahm am Turnier teil, welches von den Junioren aus Müden gewonnen
wurde.
Das Turnier der Senioren am Sonntag gewann die Feuerwehr aus Binningen. Der
kulturelle und gesellschaftliche Teil kam natürlich auch nicht zu kurz. Die freiwilligen Helfer
der Zilshausener Floriansjünger hatten das Fest gut organisiert. 3 Tage lang wurde im Festzelt
am Sportplatz gefeiert.
Neue Tragkraftspritze (25. November 1995)
In Anwesenheit von Bürgermeister Manfred Schnur, VG-Wehrleiter Helmut Hilger,
Kreisfeuerwehrinspektor Peter Gerhartz, Wehrführer Peter Kölzer und Ortsbürgermeister
Werner Kochhan wurde die von der Verbandsgemeinde Treis-Karden für ca. DM 17.000,--
neu angeschaffte Tragkraftspritze TS 8/8 von Pater Behrla eingesegnet und dem
Bürgermeister Schnur ihrer Bestimmung übergeben.
DAS JAHR 1996
Fahnenweihe am 8. Juni 1996
Nach dem Entwurf eines Gemeindewappens im Jahr 1986 wurde im August 1995
beschlossen, auch eine Gemeindefahne anzuschaffen.
Vorausgegangen waren intensive
Überlegungen des Gemeinderates in Zusammenarbeit mit dem Landesarchiv Koblenz, dessen
Genehmigung eingeholt werden musste.
Die Fahne ist als Banner, Hängeflagge oder hochrechteckige Hissflagge erhältlich. Sie ist
senkrecht und waagerecht geteilt, so dass 4 Felder entstehen: links oben und rechts unten
weiß, rechts oben und links unter rot.
Das Gemeindewappen ist so aufgelegt, dass sein Spalt auf der senkrechten Trennlinie des
unteren Flaggenteils und die Teilungslinie des Schildhaupts sich in gleicher Breite über den
Schildrand setzt.
Damit kommen die Symbole des Wappens zum Ausdruck, welche als Hinweis auf
Kurtrier, die Entstehung des Ortes,
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und den Broterwerb hinweisen, während die Lilie die
Muttergottes als Schutzpatronin des Dorfes symbolisiert.
Wie das in Zilshausen üblich ist, wurde die Fahnenweihe mit einem Dorffest verbunden,
welches direkt neben der Kapelle abgehalten wurde. Im Rahmen der hl. Messe, welche von
Pater Behrla zelebriert wurde, konnte auch die Kirchenfahne aus dem Jahre 1911 neu
eingesegnet werden, welche dank einer großzügigen Spende zweier Familien des Ortes, mit
großen Aufwand völlig restauriert wurde.
Beide Fahnen sollen nunmehr als Symbol der Zusammengehörigkeit und der Stärkung
des Gemeinschaftsgefühls den Zusammenhalt in der Gemeinde fördern.
75-jähriges Vereinsjubiläum des Sportvereins Zilshausen
Bereits ein dreiviertel Jahrhundert bestimmt der Sportverein maßgeblich das
Dorfgeschehen mit. Mit einem viertägigen Festprogramm feiert der Sportverein vom 21 bis
24. Juni 1996 dieses Jubiläum.
Ehrengäste aus Sport, Politik, den Vereinen des Ortes und der Mitglieder und der
Dorfbewohner konnte der Vorsitzende, Berthold Wetzlar, beim Festkommers am
Sonntagmorgen im Festzelt am Sportplatz begrüßen. In dankbarer Erinnerung konnte ein
Rückblick auf die bewegten Gründerjahre und die lange Geschichte des Vereins gehalten
werden. Aus diesem Anlass wurde auch eine Festschrift aufgelegt, welche in Wort und Bild
die Entstehung und Entwicklung des Vereins seit seiner Gründung dokumentiert.
Hier sollen nur einige Notizen darüber festgehalten werden, unter welchen Bedingungen
in den zwanziger Jahren Freundschaftsspiele mit Mannschaften der umliegenden Orte
durchgeführt wurden: "Es wurden nur Freundschaftsspiele ausgetragen. Eine
Meisterschaftsrunde wie heute mit festem Spielplan gab es nicht. Zu den Spielen ist man
entweder zu Fuß oder mit dem Fahrrad angereist. Es wurde meist mit einfachen Schuhen, den
"Genagelten" gespielt. Die Leinenhosen wurden von den Müttern genäht. Trikots mussten
sich die Spieler selbst kaufen. Auch war es nicht selbstverständlich, dass man einen Ball hatte.
Der erste Ball, welcher mehr einem Ei glich, wurde in Buch gekauft. 1923 haben die jüngeren
Mitglieder, welche in der DJK ("Deutsche Jugend Kraft") organisiert waren, einen für die
damaligen Verhältnisse guten Ball und eine Luftpumpe gegen 2 m Holz getauscht, welches
sie gesammelt hatten.
In der heutigen Zeit ist die Höhe des Mitgliederbeitrages bei der Vereinsgründung
bemerkenswert, er betrug neben einem Eintrittsgeld von 1 Mark monatlich 50 Pfennig. Da das
Einkommen der fast ausschließlich bäuerlichen Landwirtschaft sehr gering war, konnten viele
Mitglieder ihre Beiträge nur schwer und oft mit erheblichen Rückstand zahlen. ..."
DAS JAHR 1997
Millionen in Abwasserbeseitigung investiert (12. Juni 1997)
Bis in die 70er Jahre reichen die Überlegungen in bezug auf die neue Kläranlage zurück,
welche jetzt in Lahr in Betrieb genommen wurde. Die neue Gruppenkläranlage erfasst und
reinigt die Abwässer der Gemeinden Lahr, Lieg und Zilshausen mit Petershäuserhof.
Die bestehende Anlage in Zilshausen aus den 50er Jahren war technisch überholt und wird
abgeschaltet. Statt dessen wurde neben dem bisherigen Standort ein Sammelbecken mit
Pumpstation gebaut, von wo aus die Abwässer nach Lahr transportiert werden.
150 Jahre Kapelle Zilshausen (9. Sept. 1997)
Mit einem zünftigen Fest wurde das große Jubiläum der gemeindeeigenen Kapelle begangen.
Der Festgottesdienst, zelebriert von Pater Behrla, wurde vom Kirchenchor "Cäciliä" feierlich
umrahmt.
Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, welche sich in den letzten Jahrzehnten um die
Erhaltung, Pflege und Schmücken der Kapelle kümmerten und sich damit verdient gemacht
hatten, wurden geehrt. Diesen Menschen ist es zu verdanken, dass sich die Kapelle sowohl im
Innen- als auch im Außenbereich in einem guten und sauberen Zustand befindet. Nach wie
vor findet an einem Werktag in der Woche eine Messfeier statt.
DAS JAHR 1998
Einweihung des Bürger- und Feuerwehrgerätehauses (24. und 25. Oktober 1998)
Nach ersten Planungen vor rund 10 Jahren, dem Gemeinderatsbeschluß in 1996 und
Baubeginn im November 1997 konnte nun das neue Bürgerhaus seiner Bestimmung
übergeben werden.
1,268 Mio. DM kostete das Objekt mit großem Saal, Küche, Getränkeausschank und
Gemeindebüro im Erdgeschoß sowie Feuerwehrgerätehaus und Lagerraum im
Kellergeschoss.
Dank eines Landeszuschusses von DM 220.000,--, weiteren Geld von der
Verbandsgemeinde Treis-Karden für die Feuerwehrräume sowie einem Zuschuss vom RWE
für die Beheizung mit umweltfreundlicher Erdwärme konnte die Finanzierung aus
Eigenkapital der Gemeinde ohne zusätzliche Kreditaufnahme finanziert werden.
Damit stehen der Gemeinde Räume zur Verfügung, die sowohl von einzelnen Familien,
den Vereinen als auch von der Dorfgemeinschaft genutzt werden können. Die
Schlüsselübergabe an Ortsbürgermeister Kochhan nahm Architekt Rohleder vor. Pater Behrla
segnete das Bauwerk ein.
Unter Teilnahme der gesamten Zilshausener Bevölkerung, Gästen aus den
Nachbargemeinden und der am Bau beteiligten Firmen gratulierten Landrat Balthasar sowie
Bürgermeister Schnur zu dem gelungenen Werk.
Die Einweihungsfeier wurde von Darbietungen des Kirchenchors und Einlagen der
Tanzgruppe des Sportvereins umrahmt.
Dezember 1998 : Bürgermeister Kochhan verabschiedet
Nach 32 Jahren im Gemeinderat und 16 Jahren als Ortsbürgermeister hat
Ortsbürgermeister Werner Kochhan ein halbes Jahr vor Abschluß der Legislaturperiode
seinen Rücktritt erklärt.
Kochhan hat die Kommunalpolitik in Zilshausen in den letzten 30 Jahren maßgeblich
mitbestimmt. Nicht spektakuläre Ereignisse sondern viel Kleinarbeit prägte sein Wirken, hob
Bürgermeister Schnur in seiner Dankansprache am 19. Februar 1999 im Bürgerhaus hervor.
Anfang der 80er Jahre engagierte sich Werner Kochhan stark für den Wald- und
Wegebau. Später war es die Einführung eines Gemeindewappens und der Gemeindefahne.
Zum Abschluss seiner Tätigkeit engagierte er sich mit aller Kraft für den Bau des
Bürgerhauses. |
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Werner Kochhan |
DAS JAHR 1999
Zur Jagd in Zilshausen
Über einen Zeitraum von mehr als dreißig Jahren (allerdings mit Unterbrechungen) ist
unser Jagdpächter Herr Irnich aus Königsdorf im Revier Zilshausen tätig. Obwohl in den
letzten Jahren viele Wildschäden waren, ist man auf Seiten der Landwirtschaft und der Gemeinde
mit seiner Arbeit zufrieden. Die Pacht für die Jagd beläuft sich auf 28.000,- DM.
Der Wildschweinbestand ist enorm angewachsen, so dass bei der diesjährigen Treibjagd
in Zilshausen über 20 Tiere erlegt wurden. In den Revieren Lieg und Mörsdorf wurden sogar
jeweils über 40 Stück geschossen.
Auffallend ist auch, dass man wieder Feldhasen zu sehen bekommt - sie waren in den
letzten Jahren fast ganz aus der hiesigen Natur verschwunden.
Fuchs und Dachs sind ebenfalls in unserem Wald anzutreffen. Schließlich kann sich
unser Jagdpächter auch nicht über Mangel an Rehwild beschweren.
Flurbereinigung in Zilshausen
Im Jahr 1997 hatte sich die Gemeinde Zilshausen für ein beschleunigtes
Zusammenlegungsverfahren entschlossen. Im Mai 1999 wählte nun die Teilnehmerschaft
ihren Vorstand.
Es wurden folgende Personen gewählt:
| Vorsitzender | Artur Mies |
| Stellv. Vors. | Robert Etges |
| Beisitzer: | Peter Skupin |
| | Leo Wendling |
| | Peter Kiesgen |
Mit der Wertermittlung der Flächen wurde im Sommer begonnen. Sie konnte zum Ende
des Jahres abgeschlossen werden.
Ortsbürgermeister erstmals direkt gewählt (Gemeinderatswahl am 22. Juni)
Bisher wurde der "Scheffe" immer vom Gemeinderat gewählt. In diesem Jahr stellte sich
erstmals ein Direktkanditat für das Amt des Ortsbürgermeisters zur Wahl: Robert Etges, der
bereits ein langjähriges Mitglied des Gemeinderats ist.
Von den 275 Zilshausener Wahlberechtigten gingen 207 zu dieser Wahl. 194 Stimmen
waren gültig, davon entfielen auf Robert Etges 143 Stimmen ( = 73,71 %) - damit war er zum
neuen Ortsbürgermeister gewählt.
Bei der Wahl zum Gemeinderat wurde wie gewohnt nach dem Mehrheitswahlrecht
entschieden. Die Wahlbeteiligung lag hier bei 73,45 %. 190 Stimmen waren gültig - und so
fiel das Wahlergebnis aus:
| 1. Hiester Reiner | 121 Stimmen |
| 2. Mies Artur | 108 Stimmen |
| 3. Birkenheier Werner | 98 Stimmen |
| 4. Liesenfeld Karl-Josef | 93 Stimmen |
| 5. Etzkorn Elfriede | 84 Stimmen |
| 6. Etges Robert | 69 Stimmen |
| 7. Kiesgen Peter | 50 Stimmen |
| 8. Auerbach Josef | 46 Stimmen |
Damit wurden alle schon bisher tätigen Ratsmitglieder wiedergewählt.
Robert Etges, der als Ortsbürgermeister direkt gewählt wurde, stellte sein hier
gewonnenes Gemeinderatsmandat zur Verfügung. An seiner Stelle rückte Erwin Reisgies
nach. Reisgies, der genau wie sein Mitbewerber Peter Skupin auf 43 Stimmen kam, gewann
nach einem Losentscheid.
Diesjährige Hochzeits-Jubilare
Das Fest der Goldenen Hochzeit beging im Juli des Jahres das Ehepaar Maria und Heinz
Zeisler.
Diamantene Hochzeit feierten im Oktober die Eheleute Maria und Josef Steffens. Zu
diesem seltenen Fest gratulierten ihnen sowohl der Ministerpräsident wie der Landrat, als
auch der Verbandsbürgermeister und der Bürgermeister von Zilshausen.
Fünfzig Jahre Zelser Kirchenchor "Cäcilia"
Über dieses Jubiläum, das in der Kirche Petershausen und im neuen Bürgerhaus feierlich
begangen wurde, schrieb Michael Horky in der Rhein-Zeitung folgenden Bericht.
50. Geburtstag mit viel Musik gefeiert
Kirchenchor "Cäcilia" hatte zahlreiche Gratulanten - Freundschaftssingen in
Petershausen
"50" ist die "Cäcilia" geworden. Grund genug, Freunde des Kirchenchores (in dem auch
viele Sänger/-innen aus Lahr mitwirken) und Gäste zu einer Jubiläumsfeier einzuladen. Im
Bürgerhaus Zilshausen trafen sich an die 200 Gratulanten - Sänger aus sieben
Kirchenchören und Freunde des Gesangs aus der ganzen Umgebung -, um den Jubilaren
ein Ständchen zu bringen.
Die Sänger des Petershäuser Kirchenchor "Cäcilia" |
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Festlich geschmückt war das Bürgerhaus. Die Vereinsfahne (in den ersten Jahren des
Vereinslebens von den Sängerinnen gestickt) grüßte von der Bühne. Die langen Tische
waren liebe- und geschmackvoll dekoriert.
"Singen ist Leben" sangen die Gastgeber zum Auftakt. Und "Freunde lasst uns singen!".
Eine Aufforderung, der die Gäste nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Günther Zorn
und der Kür der Gratulanten nur zu gern folgten. |
Grußworte brachten Pater Franz Behrla, Verbandsbürgermeister Manfred Schnur und
Ortsbürgermeister Robert Etges. Als das Freundschaftssingen begann, warteten die
Kirchenchöre aus Buch, Lieg, Mörsdorf und Moselkern auf ihren Auftritt. Nacheinander
haben sie bewiesen, dass sie außer dem gemeinsamen Namen "Cäcilia" auch die Liebe zum
Gesang teilen.
Der nächste Tag begann mit einem Festgottesdienst in der alten Pfarrkirche zu
Petershausen, gestaltet vom MGV Büchel-Bruttig. Den Frühschoppen bereicherten
zahlreiche Gesangsvorträge - dem Anlass gemäß mit weltlichem Repertoire. Nach dem
gemeinsamen Mittagessen ging es musikalisch weiter. Die Kirchenchöre aus
Dommershausen und Sabershausen trugen mit dazu bei, dass die gute Stimmung bis zum
Schluss anhielt.
Für die "Cäcilia" Petershausen beginnt jetzt das zweite halbe Jahrhundert. Die Gäste,
die den "50." mitgefeiert haben, wünschen den Jubilaren, sie mögen den "100sten" in der
gleichen Frische begehen. - (Rheinzeitung, 13.. Okt. 99 - Michael Horky)
Der letzte Altentag im vergangenen Jahrhundert
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Auf diesem Foto finden sich die Zelser Bürger versammelt, die 1999 am Altentag
teilgenommen haben, d.h. am letzten Treffen dieser Art im vorigen Jahrhundert (Jahrtausend!) |
DAS JAHR 2000
Fastnacht in Zilshausen (4. März)
In einer Gemeinschaftsveranstaltung des Sportvereins und der Dorfgemeinschaft Lahr
wurde im Bürgerhaus erstmals ein "Bunter Abend", man könnte auch "Kappensitzung" sagen,
durchgeführt.
In einem über vierstündigen abwechslungsreichen Programm kamen die Besucher im
vollbesetzten Saal voll auf ihre Kosten. Büttenreden, Mädchen-Tanzgruppe, "Alte-Herren"-
Tänze und die vorgetragenen lustigen "Zelser Stückelcher" strapazierten die Lachmuskeln.
Zilshausen im Fernsehen (8. Mai)
Der Südwestrundfunk drehte am 6. und 7. April eine Reportage über Zilshausen. Diese
Sendung wurde am 8. Mai in der Reihe "Hierzuland" im 3. Fernsehprogramm ausgestrahlt. Es
wurde berichtet, wie die Zilshausener heute leben, was rund um Zelse sehenswert ist und waswelche Aktivitäten es in den
verschiedenen Vereinen gibt.
Einsegnung Dreifaltigkeitskapelle (1. Juni)
Die Kapelle vor der Renovierung |
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Ein herrliches Kleinod auf dem Petershäuserhof erstrahlt jetzt wieder in neuem Licht.
Die alte Dreifaltigkeitskapelle an der Landesstrasse wurde wieder vollständig renoviert und
von Pater Franz Behrla in Gegenwart vieler Gäste eingesegnet. Eine mehrjährige
Renovierungszeit, über 600 geleistete Arbeitsstunden von Mitgliedern der Pfarrgemeinde
Petershausen und kostenlose und vergünstigte Bereitstellung von
Material mehrerer Unternehmer machten es möglich, dass Christen hier wieder dem
dreifaltigen Gott die Ehre erweisen und ihre persönlichen Sorgen, Nöte aber auch Dank
vorbringen können. |
Zur Geschichte der Kapelle wurde recherchiert:
Sie war früher bis zur Flurbereinigung in Privatbesitz und kam danach in Besitz der
Kirchgemeinde.
Es kann sogar geschichtlich nachgewiesen werden, dass bei der Visitation der
Pfarrgemeinde Lütz im Jahre 1569 in Petershausen eine Kapelle der Mutter Gottes geweiht
wurde. Die Konsekration der Petershausener Kirche erfolgte am 30. April 1747, derweil sich
die Dreifaltigkeitskapelle nicht sicher datieren lässt.
Aus einer alten Flurkarte des Jahres 1835, die sich heute in Besitz der Gemeinde
Zilshausen befindet, wird ersichtlich, dass zu dieser Zeit dort bereits eine Kapelle stand, die
der heiligsten Dreifaltigkeit geweiht war. |
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Über die Einsegnung der Dreifaltigkeitskapelle schriebt Heinz Kugel am 19. Juli 2000 in
der "Rheinzeitung" folgenden Bericht:
"Herrliches Kleinod vollständig renoviert"
Ein herrliches Kleinod auf dem Petershäuserhof erstrahlt jetzt wieder in neuem
Licht. Die alte Dreifaltigkeitskapelle an der Landstraße wurde wieder vollständig
renoviert und von Pater Franz Behrla in Gegenwart vieler Gäste eingesegnet.
ZILSHAUSEN. Bereits vor fünf Jahren machte die "birrascher" Hofgemeinschaft auf den
doch erbärmlichen Zustand des kleinen Gotteshauses aufmerksam. Es wurde ein Fest
ausgerichtet und der Erlös für die dringend notwendigen Restaurationsarbeiten zur
Verfügung gestellt. Die Organisation hatte der Verwaltungsrat der Pfarrgemeinde
übernommen. Spontan boten viele Freiwillige aus Lahr und Zilshausen ihre Dienste an. Nach
ungefähr 600 Arbeitsstunden- war man mit den meisten Arbeiten "über den Berg".
Viele Gottesdienstbesucher ließen ihr Scherflein erheblich höher ausfallen, war es doch
für die Kapelle gedacht. Auch die jährliche Aktion "Gulaschkanone" eines "birrascher"
Bürgers diente ausschließlich der Finanzierung des kleinen Kirchleins. Einige Unternehmer
sponserten das Projekt mit kostenlosen Materialien und Arbeitsleistungen. Auch fanden sich
weitere Gönner bereit, damit das Vorhaben alsbald Realität werden konnte.
Die Dreifaltigkeitskapelle war in früheren Zeiten bis zur sogenannten Flurbereinigung in
Privatbesitz, danach kam sie zur Kirchengemeinde. Es kann sogar geschichtlich
nachgewiesen werden, dass bei der Visitation der Pfarrgemeinde Lütz im Jahr 1569 in
Petershausen eine Kapelle der Mutter Gottes geweiht wurde. Die Konsekration der
Petershausener Kirche erfolgte am 30. April 1747, derweil sich die Dreifaltigkeitskapelle nicht
sicher datieren lässt.
Aus einer alten Flurkarte des Jahres 1835, die sich heute im Besitz der Gemeinde
Zilshausen befindet, wird ersichtlich, dass zu dieser Zeit dort bereits eine Kapelle stand, die
der heiligsten |
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Dreifaltigkeit geweiht war. Weitere Gebäude standen dort nicht.
Gemäß der Intention des Konzils von Konstantinopel "Es ein Gott und Vater, aus dem
alles, ein heiliger Geist, in dem alles ist", strömten die Menschen in früheren Zeiten am
Dreifaltigkeitssonntag nach Petershausen, um so dem dreifaltigen Gott die Ehre zu erweisen
und seine persönlichen Sorgen und Nöte im Gebet vorzutragen. --
20 Jahre Jugendraum "Zelser Backes"
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Unter dem Motto "Die Legende lebt" feierten die Jugendlichen am 26. und 27. August
das Bestehen ihres Jugendraumes im Obergerschoss des ehemaligen Backhauses in der
Ortsmitte. Hier hatten die jungen Leute sich vor zwei Jahrzehnten teils in Eigenleistung,
sowie mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde einen Raum für Unterhaltung, Spiel und
Kurzweil geschaffen. Auch wenn es zwischendurch immer wieder mal zu kurzzeitigen
Problemen mit Einhaltung der "Spielregeln" der in Eigenregie durch die Jugendlichen
geführten Einrichtung kam, sind die "Teens" doch auch zu Recht etwas stolz auf ihren
"Backes". |
Einweihung der Außenanlagen am "Bürgerhaus" sowie des neuen
Kinderspielplatzes (24. September)
Nach der Einweihung des Bürgerhauses in 1998 konnten jetzt auch die Außenanlagen
und der in unmittelbarer Nähe gelegene Kinderspielplatz fertiggestellt werden. Dank
großzügiger Zuschüsse des Landes, des Kreises Cochem-Zell und der Verbandsgemeinde
Treis-Karden sowie des unermütlichen Einsatzes vieler freiwilliger Helfer aus der Gemeinde,
(z.B. bei der Bepflanzung der Anlagen), konnte die Gesamtmaßnahme rund um das
Bürgerhaus zügig abgeschlossen werden.
Für die Erstellung des Spielplatzes sowie die
Anschaffung der Spielgeräte stellte die "Jagdgenossenschaft Zilshausen" einen kräftigen
Zuschuss zur Verfügung. In der Planung und Ausführung wurde auf die Verwendung von
ökologisch gut verträgliche Materialien besonderer Wert gelegt. Der schöne
Kinderspielplatz fügt sich in die Gesamtanlage am Sportplatz und Bürgerhaus gut ein
und bereitet den Zelser Kindern viel Spaß. |
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Das Spielgelände hinter dem Zelser Bürgerhaus
(Gruppenfoto am Tage der Einweihung) |
Wohin gehen unsere Kinder heutzutage zur Schule?
Die Zeiten als es eine einklassige Schule in Zilshausen und noch keinen Kindergarten in
der Nähe gab, sind lange vorbei. Heute fahren unser Kinder mit dem Bus jeden Morgen aus
dem Dorf zu ihren Schulen.
Derzeit fahren 11 Kinder zum Kindergarten nach Lieg. 10 Kinder besuchen in Lieg die
Grundschule bis zur 4. Klasse. Ab dem 5. Schuljahr geht es entweder zur Hauptschule nach
Treis-Karden (10 Schüler), zum Gymnasium Münstermaifeld (6 Schüler) oder zur Integrierten
Gesamtschule nach Kastellaun, die von 6 Schülern besucht wird.
Trotz guter Busverbindungen sind es zwar lange und oft anstrengende Tage für unseren
Nachwuchs - eine gute Allgemeinbildung, einen fundierten Schulabschluss und damit gute
Chance für den Einstieg ins Berufsleben rechtfertigen aber diese weiten und langen Wege.....
Letzter Chronist war Werner Birkenheier
Die Bilder hat Dr. Manfred Böhmer besorgt und in die Texte der Chronik eingefügt.
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